Endlich
war es wieder soweit: am Karfreitag fiel gegen 10:00 Uhr der
Startschuss für die Sammelsaison 2010.
Temperaturen, eher im kühleren
Bereich und zeitweise böiger und kalter Wind, hielten zahlreiche
Sammler aus Nah und Fern nicht davon ab auf Mineraliensuche im Stbr.
Juchem zu gehen. An den Autokennzeichen war zu erkennen welchen
Bekanntheitsgrad diese Fundstelle innehat. PKW aus ganz Deutschland,
aus Dänemark, Belgien, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Holland und
Frankreich ließen die Stellfläche doch ziemlich rasch recht knapp
werden.
Da sich die Fundmöglichkeiten
ganz auf die Wasserfall-Region beschränkten, herrschte dort den
ganzen Tag über ein reges Treiben.
“Glück
und Freude entstehen oft durch Aufmerksamkeit auch für kleinere
Dinge, Enttäuschung oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge.“
(frei nach Wilhelm Busch)
Meinen Eindrücken nach, waren alle Sammler mit der
Ausbeute sehr zufrieden, obwohl auch gestern wieder nur in den
seltensten Fällen komplette Drusen aus dem umgebenden Muttergestein
heraus gelöste werden konnten.
Wie in meinen früheren Beiträgen schon erwähnt und
für diese Fundregion typisch, wurden größtenteils nur Bruchstücke
geborgen. Aber auch solche Stufen, meistens Calcit-Einzelkristalle
oder Calcitkristall-Gruppen auf Amethyst- oder Rauchquarz-Matrix,
waren es wirklich wert einen Platz in der Sammlung zu bekommen.
Auch halbe Amethystdrusenmandeln ohne „Besatz“, aber mit tollem
Glanz waren von hoher Qualität.
Der übrige Bruchbereich wartete
mit eher unspektakulären Quarzfunden auf. Bestenfalls Belegqualität
erreichende Quarzbrocken (eher etwas für den Vorgarten) lagen hie
und da mal auf den Halden in der oberen Bruchregion.
An der Hungerwand konnte ich im
Vergleich zum Ende der letztjährigen Sammelsaison keine nennenswerte
Veränderung feststellen. Dort fanden wohl keine Abbauarbeiten mehr
statt. Auf dem kleinen Haldenrest wurde nichts gefunden über das es
sich lohnt zu berichten.