Achat gehört zu den häufiger zu findenden Mineralien. Rissfreie, unversehrte Geoden sind doch eher
seltener zu finden; dabei ist festzustellen, dass, je größer das Fundstück ist, desto größer die Wahr-
scheinlichkeit ist, dass Störungen auftreten. Die �natürlichen" Wachstumsrisse sind meistens verfüllt
und stören das Gesamtbild deutlich weniger, als die durch Sprengung oder durch Verwitterung
entstandenen Risse.
Achate waren/sind in jeder Region des Steinbruches zu finden. Je nach Fundregion variieren die
Farbtöne; dominierend sind die grauen Farbtöne. Diese eher farblosen Stücke zeichnen sich jedoch
oftmals wegen ihrer sehr interessanten Bilder aus.
Mitte der 90-iger Jahre wurde der Steinbruch Juchem auf der obersten Ebene in östlicher Richtung
erweitert. Die dort gefundenen Achate zählen mittlerweile zu den gesuchtesten Achaten aus diesem
Steinbruch.
In den letzen Jahren sehr, sehr selten zu findendes Mineral; kleine, weiße, nadelige, oftmals zu
Gruppen aggregiert auf Calcit-und/oder Quarzkristallen. Fundregion: oberste Bruchregion -> �Im
Wald" Große Kristall-Garben wurden in den Anfangsjahren des Steinbruch-Betriebes im alten
Bruchbereich (Richtung Herrstein, mittlerweile rekultiviert) gefunden.
Der Fund dieses Minerals in diesem Jahr erstmals erwähnt. Bei den Abbauarbeiten im oberen
Bruchbereich stieß man auf eine geringmächtige Cu-Vererzungszone. Neben Bornit, Malachit sollen
dort wohl auch Beläge aus mikrokristallinem Azurit gefunden worden sein.
Extrem seltenes Mineral; lt. einer Veröffentlichung in der LAPIS 10/2004 wurde im April 2004
in der Hungerwandregion von einem Sammler eine Druse gefunden, in der, eingebettet in Bitumen, lose Baryt-Tafeln lagen.
Neben Quarz, das am häufigsten vorkommende Mineral. Als Begleitmineral kommt es fast in allen Amethyst-, Rauschquarz- und Quarzdrusen vor. Gelegentlich sind die Calcit-xx , oder Kristall-Gruppen durch äußere Einflüsse von der Matrix gelöst und liegen lose im Drusen-Hohlraum. Die Farben variieren sehr stark: gelb, braun, oliv, rot, weiß, orange, grün und klare, farblose Kristalle. Es ist durchaus legitim zu behaupten, dass man den verschiedenen Fundregionen im Steinbruch auch die entsprechenden Calcit-Kristall-Farben zuordnen kann.
Hauptsächlich auftretende Kristallformen sind Skalenoeder und Rhomboeder, seltener auch Kanonanspat und Blättercalcite, noch seltener Spiegelcalcite.
Sehr selten zu finden; die letzten, vereinzelten Funde wurden Mitte der 90-iger Jahre, beim Beginn der Abbautätigkeit in der obersten Abbauregion "Im Wald" gemacht
Chalkopyrit (Kupferkies)
Hauptfundregion ist die Hungerwand; oftmals fälschlich als Pyrit bezeichnet. Ist Leitmineral des Erythrins.
Erstmalig erwähnt wurde der Fund dieses Minerals2004; Fundregion:Hungerwand. Bei den bisherigen Funden war das Erythrin grobkörnig in größeren Butzen zusammengelagert. In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich immer Kupferkies-Kristalle..
Von einem Fund nach 2004 ist mir nichts mehr bekannt.
Extrem selten zu finden. Funde beschränkten sich auf drei Abbauregionen. Die Ende der 1960-iger / Anfang der 1970-iger Jahre erstmals im Juchem nähe des Haupteinganges gefundenen Exemplare zeichnen sich durch die intensive Grünfärbung aus. Kristallform war der Oktaeder; oftmals zu Gruppen aggregiert. Die nächsten Funde wurden Mitte der 1970-iger Jahre in der Nähe des Wasserfalls gemacht; auch hier Oktaeder, jedoch weniger intensiv gefärbt. Danach waren nochmals im Sommer 2000 Funde im linken Bruchbereich (auf der 2.Abbausohle) möglich. Auch hier Oktaeder in, auf und zwischen Kanonenspat-Kristallen. Die Kristalle waren kleiner als die 1970 gefundenen Exemplare und nicht zu Kristallgruppen zusammengelagert und eher blassgrün.. Als sensationeller und einmaliger Fund erwies sich ein würfeliger türkisfarbener, klarer Fluorit-Kristall mit einer Kantenlänge von ca. 1cm von der 2000-der Fundstelle.
In einer Veröffentlichung (LAPIS) wurde ein Einzelfund von Bleiglanz - aufgewachsen auf Calcit - erwähnt. Damalige Fundregion: Hungerwand. Aktuellster Fund: 2005 !
Goethit
eher seltener zu finden, Nadelbüschel im mm-Bereich oftmals in Quarz- und/oder Amethyst-Kristallen eingewachsen, in diesem Fall dann oftmals auch goldfarben glänzend.
Im Stbr. Juchem doch eher seltener zu finden. Oftmals zusammen mit Achat als eingelagerte Bereich.
Spärliche Funde sind im oberen Bruchbereich "Im Wald" möglich.
Kupfer
Der Überlieferung nach, wurde Kupfer einmalig im alten Stbr. Juchem" (siehe dort) gefunden: Kupferlocke. Alle Funde die danach als Kupfer deklariert wurden, entpuppten sich später als Lepidokrokit oder Hämatit.
Lepidokrokit
selten; rötliche, hochglänzende Blättchen.
Malachit
in den letzten Jahren doch eher seltener zu finden; kam in bestimmten Regionen (mittlerer Bruchbereich) recht häufig ein- und aufgewachsen in/auf Quarz vor. Vorkommen als nadelige Kristalle und kugelige Kristall-Büschel.
Neueste Funde stammen aus der obersten Bruchregion: nadelig, krustig - eher Belegqualität.
Unterscheidungsmerkmal zu Pyrit: geringerer Glanz und zu größeren Aggregaten zusammengelagert
Einzelkristalle.
Pyrit
häufig vorkommend in der Abbauregion "Hungerwand". Überzieht Quarz-Amethyst-Rauchquarz- oder Calcit-Kristalle als feiner Staub. Seltener größere Kristalle = Lupengröße, oder kugelige Kristall-Aggregate. Häufiger kam/kommt Pyrit als eingewachsene Körner/Butzen auch in Achaten vor.
Häufig zu finden; in Quarzdrusen meistens mit Calcit-Kristallen vergesellschaftet. Im Verbund mit Achat bildet Quarz meistens den Kern der Achat-Geode.
Als Morion sehr selten zu finden; rauchige Quarz-Kristalle je nach Abbauregion selten vorkommend. Teilweise mit Achatrand; in Rauchquarz-Drusen finden sich meistens Calcit-Kristallen ( siehe Amethyst ).